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Re-Sozialisierung durch modernste Technik
Posted by Claudia Poggiolini under Uncategorized
Bequem auf dem Sofa sitzen, über den TV-Bildschirm mit der Fernbedienung in der Hand weltweit chatten, Fotos und Filme austauschen und das Gegenüber auf dem Grossbild real sehen und hören. Dies bedeutet, sämtliche Vorteile der neuen Medien zu nutzen, ohne dass dabei die sozialen Aspekte zu kurz kommen.
In ihrer Freizeit treffen sich Jung und Alt immer häufiger mit Gleichgesinnten in virtellen Chatrooms und sozialen Network-Plattformen wie Facebook oder Myspace. Doch wie sozial sind diese sozialen Plattformen überhaupt? Freunde werden angehäuft und gesammelt, wie man es früher mit Briefmarken oder Kaffeerahmdeckeln zu tun pflegte. Freunde zu gewinnen ist nicht schwer, welche wieder abzuwählen ebensowenig, und wenn die eigene Person unerwünscht ist, wechselt man eben mal kurz die Identität. Dies alles ohne ein Gegenüber mit Mimik, Gestik, Stimmlage usw.
Gelernt wird diese Art des Kontaktverhaltens bereits in der Primarschule, schliesslich werden die Kinder schon ab der ersten Klasse an die Handhabung eines Computers gewöhnt. Sie lernen immer mehr Schulstoff per Rückmeldung des Computers und nicht etwa der Lehrperson und sind somit auch nicht mehr bereit, zu rechnen, wenn nicht beim Erzielen eines richtigen Resultats ein Donald Duck freudestrahlend über den Bildschirm hüpft.
Gehen bei dieser Art des ‘menschlichen Kontakts’ nicht viele soziale Fähigkeiten verloren? Können solche Personen noch zwischen virtuellem Freund und Freund in der Realität unterscheiden? Oder zwischen Netzwerk-Community und realem sozialem Netz? Der Reiz, vielleicht gerade bei schüchternen Personen, ist jedenfalls gross, sich eher mit den virtuellen Freunden die Zeit zu vertreiben.
Lernen Personen, die sich mehrheitlich in solchen Plattformen bewegen, überhaupt noch Beziehungsfähigkeit?
Zweifellos sind Myspace, Facebook, Youtube usw. jedoch auch eine grosse Chance, bringen sie doch eine Menge Vorteile – unter anderem Kontakte um die ganze Welt. Ausserdem sind die neuen Medien und deren Möglichkeiten nicht mehr wegzudenken aus der heutigen Zeit und ein Teilnahmeverbot oder unfreiwilliger Verzicht würde eine Person höchstens in eine Aussenseiterrolle manövrieren.
Die Aufgabe der neuen Medien ist es nun, durch die modernen technischen Möglichkeiten die sozialen Fähigkeiten wieder zu aktivieren und einzubeziehen z.B. mittels Internet-Bildttelefonie wieder zur vermehrten Sinneswahrnehmung zurückzukehren. Zusätzlich ist durch Web-Empfang über den TV-Bildschirm das Gegenüber nicht nur hör- und sichtbar, sondern durch die hohe Qualität auf dem Grossbildschirm wird geradezu nachbarschafts¬ähnlicher Kontakt rund um die Welt möglich.
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March 14, 2010 -
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